Im Winter fliegen zwar keine Pollen, es ist jedoch Zeit darüber nachzudenken, ob eine Hyposensibilisierung aufgrund einer Pollenallergie notwendig ist.

Folgende Fragen sind wichtig, um zu einer Entscheidung zu kommen:

  • Sind die Beschwerden einem bestimmten Zeitraum zuzuordnen?
  • Über wie viele Wochen bestehen Beschwerden?
  • Wie stark ist die Beschwerdesymptomatik?
  • Finden sich bereits Hinweise auf einen sogenannten Etagenwechsel (Übergang von Heuschnupfen zu Asthma)?

Falls Beschwerden nur in geringer Intensität über kurze Zeiträume auftreten, ist ein abwartendes Verhalten vertretbar.

In anderen Fällen sollten Sie mit einem Allergologen Kontakt aufnehmen. Ein deutlicher Heuschnupfen beinhaltet immer das Risiko einer zunehmenden Verschlimmerung und neu entstehender Allergien!

Nach korrekter Diagnostik (Haut- und Bluttest) hat eine Hyposensibilisierung eine Chance von über 90 Prozent zumindest einer Besserung der Beschwerden. Zudem wird dem Neuauftreten weiterer Allergien vorgebeugt. Die Behandlungskosten übernehmen die Krankenkassen aufgrund der guten Ergebnisse einer Hyposensibilisierung vollständig.

Spezielles zur Hausstaubmilbenallergie

Diese Allergie tritt besonders mit Beginn der Heizperiode verstärkt auf. Typisch sind morgens verstopfte Nase und Niesreiz besonders beim Aufstehen. Auch bei der Hausstaubmilbenallergie gelten alle vorgenannten Überlegungen. Ähnlich wie bei der Pollenallergie, bei der die Behandlung in der pollenfreien Zeit begonnen wird, versucht man zunächst den Kontakt zu Hausstaubmilben zu reduzieren, insbesondere durch milbenundurchlässige Bettwäsche.

Erst nach Einleitung dieser Maßnahmen wird die Hyposensibilisierung eingeleitet. Interessanterweise weisen neuere Studien darauf hin, dass sich die Neurodermitis bei betroffenen Patienten im Falle einer Hyposensibilisierung im Durchschnitt sich um 50 Prozent bessert!

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