Muttermaluntersuchung: Gerade der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist in besonderem Maße einer Früherkennung und damit vollständigen Heilung zugänglich.

Seit dem 1.7.2008 haben die gesetzlichen Kassen eine generelle Hautkrebsvorsorge (Hautkrebs-Screening) ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre eingeführt. Leider umfasst diese „Vorsorge“ nur die visuelle Kontrolle der Haut mit dem bloßen Auge. Sie kann nach Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung durch Hausärzte und durch Dermatologen durchgeführt werden.

Seit Anfang der 90er Jahre ist eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop Standard in der Dermatologie, zusätzlich bei Bedarf auch eine mikroskopische Fotodokumentation im Computer zur Beobachtung selbst feinster Veränderungen.

Als qualitätsorientierte Praxis bieten wir Ihnen deshalb ausschließlich eine Untersuchung auf Facharztstandard mit dem Auflichtmikroskop an. In speziellen Fällen führen wir ergänzende Untersuchungen mit der digitalen Auflichtmikroskopie oder der konfokalen Lasermikroskopie an.

Vorgenannte Untersuchungen sind üblicherweise Selbstzahlerleistungen. Als Ausnahme übernehmen jedoch aufgrund von Altverträgen momentan einige Kassen eine Vorsorge mit Auflichtmikroskop.

Mit folgenden Kassen besteht momentan ein Vertrag zur Hautkrebsvorsorge mit Auflichtmikroskop als Kassenleistung:

Für die Beurteilung eines Muttermals gilt die ABCD-Regel. Muttermalen, die einen oder mehrere Punkte dieser Regel erfüllen, sollten Sie Ihre erhöhte Aufmerksamkeit widmen!

A wie Asymmetrie des Muttermals.

B wie Begrenzung. Das Muttermal ist unregelmäßig, also unscharf, bogenförmig, zackig.

C wie Coloration. Die Farbe des Mals ist ungleichmäßig, d. h. dunkelbraun / schwarzbraun / rötlich bzw. hat grauweißliche Aufhellungen.

D wie Dynamik: Das Muttermal verändert sich.

E wie Entwicklung: Jedes Muttermal, welches sich sich aufflällig verändert, sollte einem Hautarzt vorgestellt werden.

Generell gilt: Jede Veränderung ist ein Alarmzeichen und durch den Hautarzt kontrollbedürftig! Veränderungen können folgendermaßen aussehen: Farbveränderungen, z. B. hellere, dunklere oder neue Farbtöne, Zu- oder Abnahme von Größe und/oder Dicke, Änderung der Umgebung von Muttermalen, z. B. Rötung, Weißfärbung, Schwellung, Missempfindungen, Juckreiz, Brennen, Fremdkörpergefühl, neu entstehende Muttermale.

Das Thema Hautkrebs betrifft jeden von uns. Einige Faktoren können die Gefahr einer Erkrankung jedoch erhöhen. Als besonders gefährdet gelten Menschen, die von folgenden Faktoren betroffen sind:

  • Aufweisen von zahlreichen Pigmentmalen (Faustregel: Je mehr Muttermale, umso größer das Risiko)
  • Auftreten eines oder mehrerer Melanome innerhalb der Familie
  • Auftreten eines Melanoms in der eigenen VorgeschichteVorhandensein von angeborenen Pigmentmalen, insbesondere solcher, deren Durchmesser 1 cm übersteigt
  • Massive Sonnenbrände als Kind oder Jugendlicher.

Sie können und sollten sich jederzeit einzelne Muttermale, die Ihnen auffallen, durch Dr. Platschek und Kollegen untersuchen lassen.

Auf die bei uns übliche Vorsorge mit dem Auflichtmikroskop haben wir oben hingewiesen.

Ergänzend bieten wir Ihnen die Videodokumentation und die konfokale Lasermikroskopie (Probeentnahme ohne Verletzung der Haut) an.

Hierbei werden einzelne Muttermale sowohl als Übersicht als auch auflichtmikroskopisch abgespeichert. Bei Kontrolluntersuchungen lassen sich so die Bilder nebeneinanderstellen und auch minimale Veränderungen der entsprechenden Muttermale feststellen.

Die Videodokumentation empfehlen wir dringend für Patienten mit erhöhtem Hautkrebsrisiko.

Eine Studie der Universitätshautklinik Göttingen hat den zusätzlichen Nutzen der Videodokumentation belegt.

Als Praxisbesonderheit verfügen wir als hochinnovatives Verfarhen zuzätzlich über die konfokale Lasermikroskopie.